Wildbienen

An dieser Stelle möchten wir ein wenig über Wildbienen informieren. Schließlich gibt es bei uns etwa 500 Wildbienenarten. Das ist eine ganze Menge. Trotzdem führen sie größtenteils ein Schattendasien. Nicht zuletzt, weil man beim Wort „Biene“ wohl zuallererst an die Honigbiene denkt. Das macht aber nichts, denn auch vielen unserer Imker sind die Wildbienen erst in den letzten Jahren richtig ins Bewußtsein gerückt.

Was ist so besonders an den Wildbienen?
Wildbienen sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, denn sie tragen zur Erhaltung von teils seltenen Pflanzen bei. Einige Wildbienenarten sind ausschließlich auf eine einzige Nahrungspflanze angewiesen. Das führt dazu, daß die Wildbienenart an den Orten ausstirbt, an denen die Pflanzenart nicht mehr vorkommt (umgekehrt gilt das gleiche, gerade in unserer Kulturlandschaft). Aus diesem Grund sollte auch jeder einen kleinen Beitrag dazu leisten, diese wichtigen Tiere zu erhalten (weiter unten wird darauf näher eingegangen).

Wie leben die Wildbienen?
Die Lebensweise der Wildbienen weist zu der der Honigbienen einige große Unterschiede auf.
Wildbienen werden auch Solitärbienen genannt, und das bedeutet, daß sie allein leben, d. h. sie bilden keine Insektenstaaten. Auch der Lebenszyklus einer Wilbiene unterscheidet sich von dem einer Honigbiene grundlegend. Während eine Honigbiene bis zur Verdeckelung ihrer Brutzelle durch Ammenbienen versorgt wird, wird eine Wildbiene sich selbst überlassen. Die Wildbienenmutter legt (z. B. in einem hohlen Schilfrohr) meist auf einen Pollenvorrat jeweils ein einziges Ei, zieht eine Zwischenwand aus Lehm ein und wieherholt dies, bis die Röhre voll ist. Die Larven werden sich selbst überlassen und schlüfpen meist im Folgejahr (eine Honigbiene schlüpft nach ca. 3 Wochen).

Wie kann den Wildbienen geholfen werden?
Dies ist relativ einfach. Wildbienen benötigen zuallererst eine Wohnung. Dafür eignen sich angebohrte Holzstücke oder Schilf- und Bambusbündel (auch angebohrte Backsteine oder Ytong-Steine). Der Holzklotz o. ä. solllte ca. 6 cm tief mit Löchern von 3 – 8 mm Durchmesser angebohrt werden. Anschließend kann der Holzklotz an einer sonnigen und trockenen Stelle aufgehängt werden. Allerdings kann es eine Zeitlang dauern, bis die Wildbienen den Klotz angenommen haben. Als Trachtpflanzen eignen sich z. B. Kugeldisteln und Schmetterlingsblütler.

Soweit unser kleiner Überblick.